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Malteser im Kreis Esslingen

Gemeinde Unterwegs 2019

27.05.2019

„Gott in Farben sehen“. Unter diesem Motto stand die Wallfahrt – Gemeinde unterwegs genannt – der katholischen Kirchengemeinde aus Plochingen, die wir Malteser am letzten Wochenende begleiteten. Rund 50 Gemeindemitglieder versammelten sich am Sonntagmorgen bei strahlendem Sonnenschein auf einem Parkplatz am Fuße des Rechbergs.

Der etwa 2,5 Kilometer lange Weg zur Wallfahrtskirche St. Maria wurde unterteilt in mehrere kurze Teilstrecken an deren Ende je eine „Station“ gestaltet wurde. Beispielsweise wurde auf einer bunt blühenden Wiese das Lied „Grün, grün, grün sind alle meine Kleider“ (zu späterer Strophe „Rot, rot, rot sind alle meine Kleider (…) weil mein Schatz ein Malteser ist“) gesungen, musikalisch unterstützt durch eine Gitarre. Zur Farbe Rot wurden lange Streichhölzer verteilt und über die Frage philosophiert für wen oder was man brenne. Die letzte Station wurde der Farbe Grau gewidmet; hier gab es die Möglichkeit auch den Sorgen Raum zu geben. So wurde an jeder dieser Stationen eine „Farbe Gottes“ vorgestellt und im Rahmen dessen verschiedenfarbige Wollfäden verteilt.
Am Gipfel des Berges waren sowohl wir Malteser als auch alle Mitreisenden glücklich über die Kühle, mit der uns die Kirche empfing. Auch der Gottesdienst stand ganz im Zeichen des Mottos „Gott in Farben sehen“. Musikalisch wurde der Gottesdienst von Gitarre und Akkordeon begleitet. So kamen auch beim Gottesdienst alle Altersklassen auf ihre Kosten, so stritten sich die Farben um ihre Wichtigkeit und vereinten sich erst nach langem Disput zu einem Regenbogen. Bemerkenswerterweise deckten die mitgereisten Gemeindemitglieder eine Altersspanne von ganzen 90 Jahren ab.

Währende dem anschließenden Mittagessen gab es die Möglichkeit aus den an den Stationen gesammelten Wollfänden eine Art Freundschaftsband zu knüpfen. Der vorhergesagte Regen verschonte uns bis auf dem Heimweg die ersten kleinen Tropfen fielen. Doch wir erreichten mit der Gruppe trockenen Fußes den Parkplatz.

Als kleines Spiel zum Abschied wurde ein buntes Schwungtuch ausgepackt. Hier konnte man, wie passend, Gott noch einmal in voller Farbenpracht sehen, auch wenn das Grau nur in naher Ferne am Himmel zu sehen war. Jung und Alt hatten große Freude daran gemeinsam das große Stück Stoff zu schwingen und darunter blitzschnell die Plätze zu tauschen, bevor sich das Tuch wieder herabsenkte. Doch mit dem nun einsetzenden Donnergrollen wurde auch das Schwungtuch wieder eingepackt, die Autos beladen und der Heimweg angetreten, welcher uns dann geradewegs in den auch jetzt, am Dienstagabend, immer noch andauernden Regen führte.

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